Wer kann teilnehmen?
Die Teilnahme an LOOP PLUS setzt Freiwilligkeit und Motivation voraus. Dies heißt:
Bereitschaft zur ernsthaften Auseinandersetzung mit sich selbst, seinen Erfahrungen,
Fähigkeiten und auch Defiziten. Da die Arbeits- und Qualifizierungsplätze
nach den individuellen Voraussetzungen der Teilnehmer/innen besetzt werden,
können sich auch Jugendliche ohne Schul- und/oder Ausbildungsabschluss
bewerben. Auch Jugendliche mit einem Berufsabschluss können LOOP PLUS für
den Übergang in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis
nutzen.
Wie läuft LOOP PLUS ab?
Die Projektlaufzeit für die Jugendlichen geht über 12 Monate (2 Monate
Vorbereitung bei der GFBM e. V. und 10 Monate „Lernen und Arbeiten“
im Betrieb).
Zu Beginn steht ein ausführliches Bewerbungsgespräch, in dem sowohl die persönlichen Vorstellungen der Jugendlichen als auch die Möglichkeiten und Grenzen des einzelnen in LOOP PLUS erörtert werden.
Vorbereitungsphase:
Die Vorbereitungsphase besteht aus einem differenzierten Trainingsprogramm in der Gruppe und aus Einzelberatungen.
Das Programm beinhaltet Angebote zur
- Berufsorientierung und Kompetenzfeststellung/Potentialanalyse
- individuellen Berufswahlberatung und Entwicklung einer Bewerbungsstrategie
- Erarbeitung eines persönlichen Kompetenzprofils/Qualifizierungspass (QPass)
- Arbeitsplatzrecherche und Vorbereitung der Bewerbungsunterlagen
- Begleitung bei der Arbeitsplatzsuche und Probearbeit.
Potentialermittlungs-Assessment-Center (P.E.A.Ce)
Die Feststellung der Kompetenzen findet in einem Potentialermittlungs-Assessment-Center (P.E.A.Ce) statt. Hier werden u. a. Lern- und Leistungsbereitschaft, Arbeitsorganisation, Problemlösungs- und Teamfähigkeit sowie die Eignung für verschiedene Tätigkeitsbereiche ermittelt. Zur Unterstützung der Arbeitsplatzsuche werden Themen wie z. B. Selbstpräsentation und -management, Haltung/Bewegung und Outfit und Kommunikation in Bewerbungssituationen geübt.
Das Ziel ist, die Jugendlichen optimal auf den Übergang in die Beschäftigungsphase vorzubereiten. Ein besonderes Augenmerk gilt hierbei auch jungen Migranten/innen, die unabhängig von Mehrsprachigkeit oft auch über nützliche Fähigkeiten verfügen, die in bisherigen Bewerbungen oft nicht herausgestellt wurden.
Betriebsphase und Qualifizierung:
Die durch
LOOP PLUS geförderten Betriebe bieten einen „qualifizierenden“
Arbeitsplatz an. Die Betriebsphase ist durch einen individuellen Qualifizierungsplan
strukturiert. Ergänzend zur betrieblichen Qualifizierung können
branchenspezifische Zertifikatskurse bei externen Anbietern belegt werden.
Das Ziel ist, die Jugendlichen in der zur Verfügung stehenden Zeit soweit
zu stabilisieren und zu qualifizieren, dass sie nach Ablauf von LOOP PLUS in ihrem
Betrieb einen Dauerarbeitsplatz erhalten oder im Einzelfall auch in ein betriebliches
Ausbildungsverhältnis wechseln.
Die Betriebe erhalten hierbei Beratung und Unterstützung – insbesondere
bei der Frage der Einrichtung von Ausbildungsplätzen, was vor allem in „ethnischen
Betrieben“ immer wieder ein wichtiges Thema ist.
Was ist das Besondere an LOOP PLUS ?
- offener Zugang und transparente Auswahlkriterien
- klare Anforderungen - orientiert an den Bedarfen der Betriebe
- Erstellung eines persönlichen Qualifikationsprofils/QPass
- Training in Gruppen, Einzelgespräche mit Zielvereinbarungen
- Unterstützung der Selbstorganisation und Entwicklung eines Wir-Gefühls
- Erarbeitung von individuellen Lösungen – Bewerbungsstrategie, Qualifizierungsplan
- LOOP PLUS ist für den Betriebe nicht umsonst – Kostenbeteiligung (AG-Sozialabgaben)
- Betriebe und das JobCenter sind Kooperationspartner von LOOP PLUS
- Vorbereitung der Jugendlichen auf ein realistisches Beschäftigungsziel, ggf. inkl. einer Nachqualifizierung
